Sammlertreffen

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An alle Mitglieder und Freunde des Vereins

Das kommende Sammlertreffen findet am 15. September 2018 von 09:00 bis 13:00 Uhr in der Sammler- und Hobbywelt, Alten-Buseck statt.
Es können wieder viele verschiedene Krüge bestaunt und gekauft/getauscht werden. Schätzungen werden von den Mitgliedern selbstverständlich auch angeboten.

Weitere Informationen für Mitglieder auf der internen Seite.

 

Frühjahrstreffen des Vereins „Die Krugsammler e.V.“ am 13. und 14. April 2018

 Auf Gutenbergs Spuren oder gibt es Bier auch meterweise ?

Die gute Nachricht zuerst: An die tolle Stimmung in Aschaffenburg konnte nahtlos angeknüpft werden. Auch wenn das Wetter am Ankunftstag wenig erbaulich war, zeigte sich die fast 2000 Jahre alte, bedeutende Garnisonstadt (denn hier lagen neben dem großherzoglich hessischen Infanterie Regiment Großherzogin Nr. 117, weitere Infanterie- und Artillerieabteilungen, darüber hinaus Pioniere und Kavalleristen in großer Zahl) am Samstag von ihrer sonnigsten Seite. Ein Spaziergang an der Rheinpromenade bildete einen wunderbaren Abschluss dieses gelungenen Treffens.

Der schönen Tradition folgend, hat das Veranstaltungsjahr für die Krugsammler, sowie deren Angehörige und Freunde, mit dem Frühjahrstreffen unseres Vereins begonnen und einen ersten Höhepunkt in Punkto Zusammenhalt sowie Gemeinschaftlichkeit verzeichnen können.

Doch erzählt werden sollte in chronologischer Reihenfolge.

Anlässlich unseres herbstlichen Treffens in Aschaffenburg, im schönen Grenzgebiet zwischen Bayern und Hessen, hatten wir beschlossen, dass die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt, römischen Ursprungs Mainz das Ziel unserer nächsten Zusammenkunft sein sollte. Der Auftrag an den Vorstand war schnell erteilt, doch die Klärung der Übernachtungsfrage stellte sich als große Herausforderung heraus, die aber schlussendlich gemeistert werden konnte. 

Unsere Veranstaltungslokation das „Ibis Hotel Mainz City“ mit seinem „Wohlfühlkomfort von heute“, bildete einen spannenden Gegensatz zu den in der Vergangenheit gewählten Unterkünften. Hier traf nüchterne Sachlichkeit auf urige Gemütlichkeit, auf familiengeführte Idylle.

Da das Hotel zentral in unmittelbarer Nähe der sehenswerten Altstadt und nur wenige Schritte von der Rheinpromenade entfernt gelegen war, konnte nach dem Einchecken am frühen Freitagnachmittag mit der Orientierung im unbekannten Terrain begonnen werden. Leider lies das wirklich ungemütliche, regnerische Wetter bei den meisten Teilnehmern nur die Beschränkung auf einige wenige Sehenswürdigkeiten zu. Die katholische Pfarrkirche St. Stephan mit den in Deutschland einzigartigen, in den Jahren 1978 – 85 entstandenen Chagall-Fenstern, der beeindruckende Dom St. Martin, das Steinbuch „Homage á Gutenberg“ von Kubach-Wilmsen vor dem Gutenberg-Museum, der Fastnachtsbrunnen von Blasius Spreng am Schillerplatz und die Zitadelle auf dem Jakobsberg am Rande der Altstadt sollten aber doch zum Pflichtprogramm gehören. 

Nach der Rückkehr im Quartier konnten diejenigen, die Tauschmaterial mitgebracht hatten, mit der Inbesitznahme der Tische und dem Einräumen in dem hellen, großzügigen Saal beginnen.

Gegen 18.00 Uhr, einige schon etwas früher, brachen wir im gemeinsamen Spaziergang zu unserer Abendlokalität „Eisgrub-Bräu“, der ersten Mainzer Gasthausbrauerei auf. Einige neue Gesichter konnten an den reservierten Tischen freudig begrüßt werden, einige wenige „alte“ Mitstreiter waren leider verhindert, auch wurde das Phantom nicht gesichtet. Nach dem Abendessen - als Nachspeise wurde der erste Meter Bier auf einem Holzbrett serviert - begann das gesellige Beisammensein. Sowohl der hauseigene Gerstensaft in heller und dunkler Variation, als auch der für viele unbekannte Bierlikör schmeckten hervorragend. Die Stimmung nahm schnell Fahrt auf, es wurde zwar viel gefachsimpelt, aber auch sehr viel gelacht. Die seit den „Aschaffenburger-Tagen“ verstrichene Zeit wurde sowohl in persönlicher Hinsicht, als auch unter sammlungsspezifischen Gesichtspunkten ausführlich erörtert, die Befindlichkeiten des Gegenüber interessierten. Ein harmonischer Abend unter Gleichgesinnten nahm einen wunderbaren Verlauf. Der eine oder andere Vertraute aus dem süddeutschen Raum strich unerwartet früh die Segel und konnte unbemerkt mit den Mädels flüchten. Die bayerischen und eidgenössischen Farben dagegen wurden prächtig vertreten, sogar die Kölsch-Genießer reihten sich klaglos und tapfer in die Phalanx der Biertrinker ein. Das heitere, ausgelassene Miteinander der schon legendären Freitagabende fand eine weitere Fortsetzung in der närrischen Hochburg.

Nachdem am Samstagmorgen das Frühstücksprozedere vorüber war – einige Teilnehmer erinnerten sich an die Einnahme der Mahlzeiten während ihrer Studienzeit, die Maxime der Hotelphilosophie lautete: „Reduzierung auf das Wesentliche, Zweckmäßigkeit vor Opulenz“ -  konnte die Präparierung der Stände beginnen. 

Das Angebot der mitgebrachten und zur Schau gestellten Krüge war hervorragend. Zu sehen waren schöne, teils bemerkenswerte Stücke des XVIII. Armeekorps, interessante Marine-, bayerische Luftschiffer- in unterschiedlichen Qualitäten, seltene Eisenbahner- sowie farbfrische Reiterkrüge, z.B. der 18. Husaren aus Braunschweig. Wer bei einer solchen Vielfalt nicht fündig wurde, hat schon alles, was er sucht, oder war einfach nicht in der rechten Stimmung für eine Neuerwerbung. 

Die Werbung für unser Treffen in den lokal, regional und überregional erscheinenden Zeitungen und Zeitschriften fand im Besucherandrang einen regen Niederschlag. Viele Gäste kamen, um Krüge mit den unterschiedlichsten zeitlichen Hintergründen bewerten zu lassen. Einige waren erfreut, ob des Wertes, einige andere waren eher enttäuscht und hielten nun doch keine Rarität in ihren Händen. Etwas erstaunlich war die Tatsache, dass zwar sehr viele Brauerei-, aber wenige Reservistenkrüge vorgestellt wurden.

Am frühen Samstagnachmittag ging, wie eingangs schon erwähnt, eine beispielgebende Veranstaltung zu Ende. Wir sehen uns im Herbst, hoffentlich gesund und munter, in Buseck wieder. 

H.-A. Szukalski

 

 

 

Bei dieser Veranstaltung wurde auch ein Nachlass von 28 Reservistenkrügen angeboten und einzeln verkauft. Alle Krüge fanden einen neuen Besitzer. Inhaber von Nachlässen sollten sich mit uns in Verbindung setzen. Wir helfen kostenlos und gern.